Geistige Aspekte - Spiritualität
Was sind Körper, Geist und Seele?
Karate auch als innerer Weg. Das neue Bewusstsein
Das illusorische Ich
Gedanken sind geistige Kräfte
Neu: Über die Wahrheit
Neu: Was sind Meister
Neu: Der persönliche Standpunkt
Neu: Was suchtst Du eigentlich?
Bedingungslose Liebe
Das Gesetz der Leere (Power Point Präsentation)
Buchtipps/DVDs/CD's
Links (Spiritualität/Geistiges Heilen/Alternative Heilung/Lebenshilfe)
Was sind Körper, Geist und Seele? (Dieter Lüscher, Inhaber Kampfsportschule
Aarau)
Die Kampfsportschule Aarau unterrichtet traditionelles, klassisches Karate und
möchte dadurch zu Harmonie von Körper, Geist und Seele jedes einzelnen
Teilnehmers beitragen. Körper, Geist und Seele: sind dies nur Schlagwörter, wie
Sie häufig in der Werbung verwendet werden?
In der heutigen Zeit ist zunehmend - sei es in der Werbung, in den Medien oder
in persönlichen Gesprächen - von Harmonie von Körper, Geist und Seele oder von
Körper und Geist die Rede. Medikamente, Kuren, Getränke, Therapien, Kurse,
Nahrungsmittel etc. werden nicht selten zu teuren Preisen angepriesen und
versprechen häufig positive Wirkungen auf Körper, Geist und Seele oder auf
Körper und Geist.
Bedauerlichweise wissen die wenigsten, was Geist und Seele sind.
Gibt es überhaupt einen Geist und eine Seele? Wenn ja, was ist damit gemeint?
Hat der Mensch eine Seele? Wenn ja, wie sieht die Seele aus?
In allen Mysterien findet sich die Aufteilung des Menschen in eine dreifache
Natur: Geist, Seele und Körper. So ist das Wissen um höhere Ebenen des
Menschseins uralt und findet sich in allen alten Hochkulturen wieder. Shankara (Shankarascharya),
einer der bedeutendsten Philosophen des alten Indien, schreibt z.B.: "Der Mensch
ist mehr als sein Schatten."
Jahrhunderte später fand der berühmte Arzt Paracelsus ähnliche Worte. Er sagte,
dass sich bei richtiger Betrachtung der Natur zeige, dass es noch eine andere
Seite des Menschen gäbe: Der Mensch bestehe nicht nur aus Fleisch und Blut,
sondern auch aus einem Körper, der für unser normales Auge nicht sichtbar sei.
Der christliche Mystiker Jakob Böhme wählte eine drastischere Ausdrucksform, um
seine Zeitgenossen über ihre einseitig körperliche Bewusstheit hinauszuführen:
"Nun tue die Augen auf und siehe dich selber an: Ein Mensch ist nach dem
Gleichnis und aus der Kraft Gottes in seiner Dreiheit gemacht. Schaue deinen
inwendigen Menschen an, so wirst du das hell und rein sehen, so du nicht ein
Narr und unvernünftig Tier bist."
Sind Sie Ihr Körper?
Eine Frage, die die meisten Menschen vorbehaltlos mit Ja beantworten würden. So
glauben die meisten Menschen, sich in ihrem nach aussen sichtbaren Körper selbst
zu erkennen. Sie glauben, dass nach dem Sterben alles vorbei ist. Dies ist
jedoch ein riesiger Irrtum. Wir sind nicht der Körper!
Wer sind wir dann?
Bruno Gröning (1906-1959), einer der grössten "Wunderheiler" und Phänomene
unserer Zeit: "Der Mensch ist Geist."
Braco (geb. 1967), der stille Heiler mit dem gebenden Blick ist einer der
aussergewöhnlichsten Heiler unserer Zeit: "In dem Augenblick, in dem wir geboren
werden, kommt unser Geist in eine Art Panzer, unseren physischen Körper, in dem
er so lange bleibt, wie er gebraucht wird."
Omraam Mikhaël Aïvanhov (1900 - 1986), einer der grössten geistigen Meister:
"Durch seine Seele und durch seinen Geist ist der Mensch von göttlicher Essenz"
Paramahansa Yogananda (1893 - 1952), hoch bedeutender spiritueller Meister
Indiens: "Ihr seid unverletzbarer Geist. Ihr seid unsterbliche Wesen."
Ramana Maharshi (1879 - 1950), einer der bedeutendsten spirituellen Meister
Indiens: "Der Körper stirbt, aber der Geist, der ihn übersteigt, kann vom Tod
nicht berührt werden. Das bedeutet, ich bin unsterblicher Geist."
Selvarajan Yesudian, (1916-1998), Arzt, Yoga-Lehrer und Yoga-Pionier der
Schweiz: "Der Mensch ist in Fleisch gekleideter Geist."
Jakob Lorber, christlicher Mystiker (1800-1864): "Dieser Geist ist der
eigentliche, wahre und in sich schon ewige Mensch im Menschen, der sich nach
Meiner ewigen Ordnung der Selbständigwerdung halber mit Seele und (stofflichem)
Leib umkleidet und so in eine äusserlich beschauliche Form tritt."
Emanuel Swedenborg (1688-1772), Naturforscher und Geisterseher: "Der Mensch ist
seinem Inneren nach ein Geist."
Armin Risi (geb. 1962), Weisheitslehrer: "Der Mensch ist Geistwesen."
Der Mensch ist in Wirklichkeit Geist, hat eine Seele und lebt für dieses
Erdenleben in einem Körper.
Der Geist ist das Ich, das sind wir. Der Mensch ist also ein Geistwesen*.
Die Seele ist der Träger, oder das Gefäss für den Geist. Die Seele ist ein
feinstofflicher Körper und ist für unser normales Auge nicht sichtbar. Die Seele
ist nur für dieses Leben auf der Erde an einen stofflichen Körper gebunden. Sie
ist die Verbindung zum Körper.
Der Körper ist wie ein Haus, in dem wir wohnen. Die Augen sind wie Fenster, aus
denen wir hinausschauen.
Die Seele besitzt als geistige Substanz die gleiche Form wie der Körper. Die
Hände der Seele befinden sich in den Händen des Leibes, ihre Füsse in den
Leibesfüssen und so weiter. Als Beweis dafür, dass die Seele den ganzen Leib des
Menschen einnimmt, sind die übereinstimmenden Aussagen von Menschen, denen
Glieder (z.B. Bein oder Fuss) amputiert werden musste. Wenn diese Menschen
gefragt werden, ob sie von den verlorenen Gliedern nie mehr etwas wahrnehmen,
wird häufig berichtet, dass sie die Glieder trotzdem ab und zu spüren oder es
kommt ihnen vor, als haben sie die Glieder nie verloren oder es treten Schmerzen
an den nicht mehr vorhandenen Gliedern auf (sog. Phantomschmerzen).
Der Körper ist also nicht das Wesentliche des Menschen, sondern nur die irdische
Hülle für Geist und Seele. So ist mit dem Sterben des Körpers nicht alles
vorbei, wie heutzutage viele Menschen glauben, sondern das Leben geht weiter. Es
ist nicht an den Körper gebunden. Nur der Körper kann sterben, das wird "Tod"
genannt. Aber in Wirklichkeit gibt es keinen Tod, weil Geist und Seele nie
sterben.
Es gibt keinen Tod!
Beim irdischen Tod legen wir nur den Körper ab, Geist und Seele verlassen den
Körper und das Leben geht im Jenseits weiter!
Die Schweizer Ärztin Dr. Kübler-Ross bestätigt dies durch ihre Forschungen an
Zehntausenden von Patienten, die klinisch bereits tot waren und doch wieder zum
Leben zurückfanden. Viele fanden dadurch eine neue Lebensperspektive. Der Arzt
Dr. Raymond Moody kam unabhängig von seiner Kollegin zu denselben Resultaten.
Die Ergebnisse dieser beiden Wissenschaftler bestätigen nur ein altes Wissen,
das schon seit jeher in den grossen, wahren Religionen der Menschheit gelebt hat
und vom heutigen materialistischen Zeitgeist in den Bereich des frommen Märchens
verbannt wurde.
Beim "Sterben" lassen wir unseren Körper wie alle anderen "Besitztümer" hier auf
der Erde zurück. Man nimmt nur mit, was man innerlich - nicht äusserlich oder
materiell! - besitzt.
Alle guten und schlechten Erfahrungen nehmen wir von hier mit ins Jenseits. Wohl
dem, der sich auf dieses weitere, wirkliche Leben hier schon vorbereitet hat und
im Erdenleben geistig an sich gearbeitet hat und seinen Lebensauftrag und seine
Bestimmung gesucht und gefunden hat. Wie bitter ist es für die, die erst nach
ihrem "Tode" erkennen müssen, wie weit sie von der Wirklichkeit entfernt gelebt
haben, wie sehr sie ihr kostbares Leben verlebt, versäumt haben.
Sind wir im Jenseits anders? Nein, wir sind genau der Gleiche, mit allen guten
Eigenschaften, aber auch mit allen schlechten, nicht überwundenen Gewohnheiten -
nur haben wir keinen Körper mehr. Die Prüfungen, die wir in unserem Erdenleben
nicht geschafft haben, müssen nun im Jenseits oder in einem neuen Erdenleben
bestanden werden. So ist es besser, schon jetzt seine Prüfungen zu erkennen und
daran zu arbeiten!
Der irdische Lebenswandel spielt für das weitere Schicksal eines Verstorbenen
eine sehr grosse Rolle. Ein Mensch ist nach dem Tod so, wie sein Leben auf Erden
war bzw. was seine Liebe (Grundneigung, Vorlieben etc.) oder sein Wille
ausmacht. Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied, denn was der Mensch sät, wird
er ernten. Unter den Taten werden jedoch nicht die verstanden, wie sie sich
bloss in der äusseren Gestalt darstellen, sondern auch, wie sie in der inneren
Form sind, d.h. mit welcher Absicht, Motiv oder Gedanken wurden Taten und Werke
vollbracht. Sind diese Absichten, Motive und Gedanken negativ, so können gute
Taten und Werke dennoch böse sein, obgleich sie in der äusseren Gestalt als die
gleichen erscheinen! Es können tausend Menschen das Gleiche tun, so gleich, dass
sie der äusseren Gestalt nach kaum unterscheidbar sind, und doch ist jede Tat
von der anderen verschieden, weil sie aus verschiedenem Wollen hervorgehen.
Es ist traurig, dass viele Selbstmörder - angekommen im Jenseits - auf bittere
Art erkennen müssen, dass sie nicht "tot" sind. In der heutigen Zeit geben sich
viele Menschen - gerade auch Jugendliche - auf, schliessen mit dem Leben ab und
denken an Selbstmord. Nie darf der Mensch dies tun. Nie darf der Mensch sich
aufgeben, da ihm dann nicht mehr geholfen werden kann. Es ist besser, mitten im
Lebenskampf zu sterben, als seine Bemühungen aufzugeben, denn nach dem "Tod"
kommen - wie oben beschrieben - die nicht bestandenen Prüfungen im Jenseits oder
in einem neuen Erdenleben wieder - solange bis man sie bestehen kann.
Omraam Mikhaël Aïvanhov: "Wenn ein völlig verschuldeter Mensch sich das Leben
nimmt, können seine Gläubiger ihm natürlich nichts mehr anhaben. Er ist ins
Jenseits hinübergegangen, wo sie ihn in Ruhe lassen. In Wirklichkeit sind die
Probleme leider nicht so leicht zu lösen. Wenn man bestimmte Dinge nicht in
Ordnung gebracht hat, bevor man die Erde verlässt, wird man auch im Jenseits
verfolgt. Der Tod löst nicht alle Probleme. Erst wenn man auf der Erde alles
geklärt hat, ist der Tod eine wahre Erlösung."
Das Erdenleben ist eine harte Prüfungs- und Erfahrungsschule. Doch es ist auch
eine grosse Chance, auf dieser Erde - wo das Negative zugelassen ist - in kurzer
Zeit sehr viel zu lernen, zu erfahren und geistig schnell zu wachsen. Dazu
braucht es insbesondere Kraft, Wille und Kampfgeist, aber auch der im Gegensatz
zum IQ** vernachlässigte EQ** und SQ**, welcher in einer traditionellen
Kampfkunst wie Karate auch geschult wird - selbstverständlich nur unter einem
Lehrer, der nicht nur das technische Können der Karate-Techniken, sondern auch
diesbezüglich einschlägige Erfahrungen und Kenntnisse mitbringt.
Da wir also nicht der Körper sind, wäre es dumm, wenn im Studium der
traditionellen Kampfkünste nur der Körper angesprochen würde. Deshalb schulen
alle traditionellen Kampfkünste Körper, Geist und Seele.
Taisen Deshimaru-Roshi (1912-1982), einer der grössten Zen-Meister unserer Zeit:
"Das wichtigste aber ist immer ,Shin', der Geist. Erst dann kommen Technik und
Körper."
Werner Lind, Karate-Meister, "Der Geistige Weg der Kampfkünste": "In der
traditionellen Übungsauffassung, die die Mitte (Hara) als Ausgangspunkt jeder
Bewegung betrachtet, ist die Einheit zwischen Körper und Geist entscheidend."
Gichin Funakoshi, Begründer des Shotokan Karate, schreibt: "Lerne deinen Geist
zu kontrollieren und befreie ihn dann."
Koichi Tohei, Aikido- und Kiatsu-Meister: "Die Kraft des Geistes ist grenzenlos,
die Kraft der Muskeln ist begrenzt."
Der Körper hat stets das Bestreben, den Zustand des Geistes einzunehmen und
zieht schrittweise übe die Seele nach: Geist - Seele - Körper. Deshalb muss
insbesondere auch der Geist gestärkt werden.
Obwohl mit dem Altern des Körpers nicht mehr alle Karate-Techniken in der
gleichen Geschmeidigkeit, Kraft und Dynamik ausgeführt werden können, bleibt die
traditionelle Kampfkunst ein Weg der Vervollkommnung. Gichin Funakoshi,
Begründer des Shotokan Karate: "Das höchste Ziel im Karate ist nicht der Sieg
oder die Niederlage, sondern die Vervollkommnung des menschlichen Charakters."
Der Mensch, der seinen Lebenssinn darin sieht, körperliche Bedürfnisse zu
befriedigen, sich durch seinen Verstand an eine dreidimensionale, materielle,
sichtbare Welt binden lässt, wird der Vorstellung von höheren Ebenen des
Menschseins verständnislos gegenüberstehen.
Sein Menschsein ist auf seine körperliche Bewusstheit beschränkt. Verständnislos
und vielleicht ablehnend oder sogar belächelnd wird er obigen Ausführungen
gegenüberstehen. Wenn er willens ist, die Wahrheit zu suchen - und dazu ist
traditionelles Karate auch ein Weg, da Karate über das rein technische Lernen
von körperlichen Fertigkeiten weit hinaus geht - wird er es finden und wird
durch die eigene Prüfung und Erfahrung dann nicht zum Glauben, sondern zur
Überzeugung und zum Wissen gelangen.
Bei den meisten Menschen ist es einfach nur die Angst, sich selbst ändern zu
müssen, von Gewohnheiten abzulassen, die dazuführen, dass sie sich dem höheren
Sein verschliessen. Es ist leicht, etwas Unerklärliches als Spinnerei abzutun
und lieber weiterhin die Ungerechtigkeit der Welt zu beklagen, anstatt mit der
Erneuerung der Welt in sich selbst zu beginnen.
Platon, (427-347 v. Chr.), griechischer Philosoph: "Ein Leben ohne
Selbsterforschung ist nicht wert, gelebt zu werden."
Konfuzius, (551-479 v. Chr.), chinesischer Philosoph: "Wer das Ziel kennt, kann
entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, ist sicher. Wer
sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern."
* Geistwesen: Der Begriff umfasst im Grunde alle personalen Wesen, denn sie alle
haben eine Seele und einen unvergänglichen Geist. Sofern und solange sie auf
einer materiellen Welt leben, besitzen sie zusätzlich noch einen materiellen
Körper, den sie beim Tod, d.h. dem Übergang in die geistige Welt aber wieder
ablegen müssen. Insofern sind auch irdische Menschen bereits "Geistwesen".
** IQ Intelligentsquotient, EQ = Emotionaler Quotient, SQ = Spiritueller
Quotient
Karate auch als innerer Weg. Das neue Bewusstsein (Dieter Lüscher, Inhaber
Kampfsportschule Aarau)
Karate wird heutzutage meist als äussere Kampfkunst ausgeübt. Traditionelles
Karate in der ursprünglichen Art ist jedoch auch eine innere Kampfkunst, sofern
es Übungen und Lehren der inneren Kampfkünste oder spirituellen Lehren
beinhaltet.
Der innere Weg, die inneren Kampfkünste, beinhalten auch die Praxis und das
Studium des Unsichtbaren, des Geistes (z.B. Meditation, geistige Gesetze, Qi,
Wille, Gedanken, Glauben, Gefühle usw.).
Ähnlich wie in der Physik gibt es auch im Leben real wirksame geistige Gesetze,
die ständig wirksam sind, egal ob sich der Mensch darüber bewusst ist oder daran
glaubt (z.B. Gesetz der Resonanz).
Buddha bezeichnete das Leid des Lebens als das, dass der Mensch ständig die
Erfüllung ausserhalb von sich sucht, die er jedoch so nie dauerhaft finden kann.
Man könnte diese Wahrheit von Buddha als den ewigen Kreislauf bezeichnen, denn
nur in sich selber kann der Mensch die dauerhafte, zeitlose Erfüllung finden,
nur in sich selbst kann er wahre, bedingunslose Liebe und Frieden empfinden.
Dies wird jedoch nur dann möglich sein, sofern sich der Mensch von
Identifikationen (Rollen, Gedanken, Gefühlen usw.) löst, die er nicht in der
innersten Essenz ist (der Mensch ist unsterblicher Geist mit Seele).
Das weltliche Leben bewegt sich meist auf der horizontalen Achse von
Vergangenheit und Zukunft und selten in der vertikalen Achse der Tiefe des
Jetzt, der Gegenwart. Da der jetzige Moment meist zum Mittel zum Zweck für ein
zukünftiges Ziel wird, sind auch solche menschliche Beziehungen Mittel zum
Zweck. Abgelenkt durch dieses Leben, das ja so wichtig zu scheinen scheint,
suchen sich viele Menschen selten in ihrer Tiefe und erhalten häufig erst durch
Leid oder Verlust Zugang zu ihrem innersten, wahren Sein. Erst dann wird
erkannt, dass das, was immer so wichtig schien, in Wahrheit nicht wichtig war,
und dass derjenige, der man zu sein schien, man gar nicht ist.
Viele Weise lehren, dass die einzigen Feinde, die der Mensch hat, in sich selbst
zu suchen sind. In einer höheren Betrachtungsweise gesehen, sind jedoch auch
diese keine wirklichen Feinde, da sie uns auf unsere Schwachstellen und Fehler
aufmerksam machen (ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch
das Gute schafft..).
Das neue Bewusstsein
Für jeden Karate-Ka, der den inneren Weg zu sich selbst gehen möchte, ist der
Weg im hier und jetzt das Ziel. Dies führt schrittweise zu einer Veränderung der
Wahrnehmung und des Bewusstseins. Durch das Beobachten und Annehmen der
Realität, wie sie ist, erfährt der Karate-Ka immer mehr, dass alles FÜR ihn
geschieht und nicht GEGEN ihn. Die tatsächliche Wirklichkeit ist stets
freundlicher, als sie erscheint. Viele Menschen klagen, dass sie in Dauerstress
sind und haben das Gefühl, dass die Zeit schneller läuft. Wissenschaftler haben
bewiesen, dass dies auf der horizonalen Achse der weltlichen Betrachtung stimmt.
Die Menschen werden in der jetzigen Zeit erstmals dazu gezwungen, ihr
Bewusstsein zu erweitern, um weiterbestehen zu können. Die
Bewusstseinserweiterung ist möglich durch die Erschliessung der vertikalen Achse
des zeitlosen Ewigen. In diesem wahren Seins-Zustand erkennen wir uns selber.
Gedanken, Gefühle,Taten - alles ist synchron.
Auf dem Weg des Lebens sind und bleiben wir immer Schüler.
Das illusorische Ich (Dieter Lüscher, Inhaber Kampfsportschule Aarau)
Eckhart Tolle (geb. 1948), für viele Menschen einer der bedeutendsten
Weisheitslehrer der Gegenwart, unterscheidet zwischen dem illusorischen
Gedanken-Ich (Verstand) und dem formlosen Ich (=Geist, siehe oben).
Eckhart Tolle: "Das Wort "ich" verkörpert den grössten Irrtum und die tiefste
Wahrheit, je nachdem, wie es verwendet wird. Bei herkömmlichem Gebrauch ist es
zusammen mit den Ableitungen mir, mich und mein) eines der am häufigsten
verwendeten Worte der Sprache und darüber hinaus eines der irreführendsten. Im
normalen Alltagsgebrauch verkörpert das "Ich" den Urfehler, das falsche Bild,
das man sich von sich selbst macht, ein trügerisches Identitätsgefühl...."
Für Tolle ist das falsche Ich-Bild die grösste Illussion, die grösste Täuschung
der Menschheit:
"Während das Kind heranwächst, zieht der ursprüngliche Ich-Gedanke weitere
Gedanken an: Es identifiziert sich mit seinem Geschlecht als Mädchen oder Junge,
mit Besitz, mit dem durch die Sinne erfahrenen Körper, mit einer Nationalität,
einer Rasse, einer Religion oder einem Beruf. Des Weiteren identifiziert sich
das Ich mit Rollen - Mutter, Vater, Ehemann, Ehefrau usw , mit erworbenem
Wissen, Meinungen, Vorlieben und Abneigungen, aber auch mit Dingen die "mir" in
der Vergangenheit widerfahren sind und an die ich "mich" in Gedanken erinnere,
sodass ein Gefühl von "ich und meine Geschichte" entsteht. Dies ist nur einiges
von dem, woraus die Menschen ihr Identitätsgefühl beziehen. Dabei handelt es
sich im Grunde bloss um Gedanken, die lose durch die Tatsache zusammengehalten
werden, dass ihnen allein ein Ichgefühl zugeordnet wurde. Dieses mentale
Konstrukt ist normalerweise gemeint, wenn wir "ich" sagen. Genauer gesagt: Die
meiste Zeit sind wir es gar nicht, der spricht, wenn wir "ich" denken oder
sagen, sondern es ist ein Aspekt dieses mentalen Konstrukts - des Egogeistes.
Sobald wir erwachen, benutzen wir zwar noch das Wort "ich", aber dann kommt es
aus einer ganz anderen Tiefe unseres Inneren."
Die meisten Menschen identifizieren sich noch immer mit dem unaufhörlichen Strom
der Gedanken, dem zwanghaften Denken, wovon das meiste sinnlose Wiederholungen
sind. Ausserhalb ihrer gedanklichen Prozesse und der damit einhergehenden
Emotionen gibt es kein Ich. Das ist mit spiritueller Unbewusstheit gemeint. Wenn
den Leuten gesagt wird, dass unablässig eine Stimme in ihrem Kopf redet, sagen
sie: "Was für eine Stimme?" und leugnen sie einfach ab, obwohl das natürlich die
Stimme ist, der Denker, der unbeobachtete Verstand. Sie kann fast als ein Wesen
betrachtet werden, das von ihnen Besitz ergriffen hat.
"Fast immer, wenn der Mensch "Ich" sagt, bezieht er sich auf die Identifizierung
mit der Form"... (Anmerkung: Gedankenformen (bsp. meine "Geschichte", meine
Zukunft, meine Vergangenheit), Gefühlsformen, meine Vorlieben, meine
Abneigungen, physische Formen (bsp. mein Körper etc. siebe oben).
Eine Identifizierung mit negativen Formen kann Leid, Krankheit und Not
verursachen, wobei eine dauerhafte Identifizierung mit Formen früher oder später
Unzufriedenheit erzeugt. Unzufriedenheit deshalb, weil sich alle Formen ständig
verändern oder auflösen und weil der Mensch in seinem Innern nach formlos
(Geist) ist. Eine tiefe Erfüllung und Glück kann also im Leben nie dauerhaft in
Formen gefunden werden, sondern nur im formlosen, in seinem innersten Selbst.
Deshalb ist jeder Schritt wichtig, der uns zu uns selbst näher bringt.
Eckhart Tolle: "Ich bin nicht meine Gedanken, Gefühle, Sinneswahrnehmungen und
Erfahrungen. Ich bin nicht das, was in meinem Leben geschieht. Ich bin Leben.
Ich bin Raum, in dem alle Dinge geschehen. Ich bin Bewusstsein. Ich bin das
Jetzt. Ich Bin."
Gedanken sind geistige Kräfte (Dieter Lüscher, Schulleiter Kampfsportschule
Aarau)
Budo-Wege (Budo = Kampfkunst) gibt es viele, doch sie haben alle das gleiche
Ziel: sie lehren den Menschen, seine eigenen inneren Zusammenhänge zu verstehen
und sich durch Übung zu vervollkommnen. Man braucht die Technik als Mittel zur
Übung, doch man muss auch den Geist vervollkommnen, denn durch falsches Denken
verbaut man den Zugang zu Ki und somit auch die Möglichkeit jeder erweiterten
Erkenntnisse. Alle Kampfkünste enthalten die Technik (Waza), den Geist (Shin)
und die Energie (Ki) als zentrale Komponenten. Die Tatsache von der Macht des
Geistes durch die Gedanken findet sich schon vor Jahrtausenden in den Lehren der
Weisen aller Völker. Ob es Wissende des alten Indiens oder Chinas oder anderer
Völker waren, alle erkannten in der Beherrschung und Führung der Gedanken zum
Guten ein Schlüssel für innere Kraft, Gesundheit und geistige Entwicklung.
Was sind Gedanken?
Gedanken sind geistige Kräfte, Energien, äusserst feine Schwingungen, die sich
durch den Äther bewegen.
Kann der Mensch selbst Gedanken produzieren?
Gemäss Bruno Gröning kann der Mensch nicht selbst Gedanken produzieren, er
besitzt lediglich die Fähigkeit, sie aufzunehmen. Gröning: "Die Gedanken, die
jede Sekunde in Ihrem Kopf herumschwirren, die sind nicht von Ihnen; die nehmen
Sie nur auf, wie das Radiogerät die Rundfunksendungen aufnimmt. Sie selbst
können bestimmen, ob Sie die guten oder bösen Gedanken, die gute oder böse
Sendung empfangen wollen. Denn das, was Sie wollen, nehmen Sie auf und so sind
auch Ihre Gedanken. Darum sage ich immer wieder: Der Mensch handelt nach seinem
Willen – wie der Wille, so der Gedanke – der Gedanke bewegt den Menschen zur
Tat!Er forderte die Menschen auf, nur positive Gedanken aufzunehmen."
Byron Katie: "Die meisten Menschen denken, sie seien das, was ihre Gedanken
ihnen sagen. Eines Tages fiel mir auf, dass nicht ich atmete - ich wurde
geatmet. Dann habe ich zu meinem Erstaunen festgestellt, dass nicht ich dachte -
sondern dass ich in Wirklichkeit gedacht wurde und dass das Denken nicht
persönlich ist."
Die Wirkung der Gedanken
Ein guter Gedanke ist in der gleichen Weise wie ein negativer Gedanke von einer
geistigen Kraft erfüllt. Dies ist an einem einfachen Beispiel leicht
nachvollziehbar. Wenn man sich gefühlsmässig der Gedankenfolge "Ich kann es, ich
werde es schaffen" öffnet und anschliessend die Umkehrung auf sich wirken lässt
"Ich kann es nicht, ich werde es nicht schaffen", so wird für jeden, der einen
einigermassen entwickelten Gefühlssinn besitzt, eine unterschiedliche
Ausstrahlung bemerkbar machen. Oder stellen Sie sich mit geschlossenen Augen
vor, wie Sie in eine saftige Zitrone hinein beissen. Beobachten Sie dann, was
passiert. Versuche haben beispielsweise gezeigt, dass die Magendrüsen bereits
Verdauungssäfte beginnen abzusondern, wen man sich seine Lieblingsspeise schön
zubereitet vorstellt.
Viele Menschen denken gewohnheitsmässig negativ, ohne dass ihnen klar ist, wie
sie sich dadurch schaden. Es ist schon lange bestätigt, dass negative Gedanken
und Gefühle sich schädigend auf das Immunsystem auswirken.
Byron Katie: "Gedanken sind harmlos, es sei denn, wir glauben sie."
Gedanken können sogar Veränderungen bei anderen Menschen bewirken
Der japanische Wissenschafler Dr. H. Motoyama untersuchte in aufwendigen
Experimenten über mehrere Jahre den direkten Einfluss des Geistes auf den Körper
anderer Menschen. Er brachte zwei Personen in getrennte Räume, eine fungierte
als Empfänger, die andere als Sender. Dabei wurde der Raum des Empfängers durch
einen Faradayschen Käfig (geschlossenes Metallgitter) gegen elektromagnetische
Strahlungen abgeschirmt. Während der Experimente wurden die wichtigsten
Körperfunktionen des Empfängers und z.T. auch des Senders kontrolliert. Dabei
wurden die Atmung, die Herztätigkeit, die Kreislauffunktionen, das Verhalten des
autonomen Nervensystems beobachtet und die Hirnströme aufgenommen. Als
Versuchspersonen wählte Motoyama zum Teil geistig geschulte Menschen aus, aber
auch ungeschulte Personen, wie Studenten.
Der Sender erhielt durch Motoyama ein Signal, woraufhin er sich auf die in dem
anderen Raum befindliche Person zu konzentrieren und ihr "geistige Kraft"
zuzusenden hatte. Sobald begabte Sender sich auf den Empfänger konzentrierten,
traten im allgemeinen signifikante, manchmal sogar sehr starke Veränderungen in
den Messwerten der körperlichen Funktionen des Empfängers auf, so zum Beispiel
im Atemrhythmus, der erst wieder normal wurde, als der Sender seine
Konzentration beendet hatte. Ferner wurde eine Erregung des vegetativen
Nervensystems des Empfängers festgestellt, die zwanzig bis dreissig Sekunden
nach der Konzentration des Senders abklang.
Um die Bedeutung noch zu verdeutlichen, soll der Versuch an der medizinischen
Fakultät der Universität Kalifornien in Los Angeles aufgezeigt werden. Der
dortige Versuchsleiter Dr. Lorenz Chapman setzte einige Versuchspersonen in
einen Raum, und ohne deren Wissen befand sich in einem anderen Raum der bekannte
englische Heiler Mathew Manning. Dieser berichtete: "Ich stellte mir vor, wie
ich in den anderen Raum zu den Versuchspersonen gehe, ihnen die Hand auf die
Schulter lege und ihnen einzureden versuche, sie müssten sich rasch retten, weil
das Gebäude brenne. Nach etwas 15 Sekunden schon zeigten die Messgeräte
Reaktionen der Leute. Hinterher bestätigten sie, sie hätten plötzlich eine
alarmierende Hitze empfunden."
Die Gedankenkraft, die in dem beschriebenen Experiment diese Reaktion auslösen
konnte, kann sich aber auch über grössere Distanzen und auf andere Lebensformen
wie Pflanzen auswirken. Alle Lebewesen sind auf irgendeine Weise miteinander
verbunden, wir atmen alle die gleiche Luft. Unsere Gedanken beeinflussen alle
Lebewesen, sowohl uns selbst als auch andere. Es ist also wichtig, welche
Gedanken man aufnimmt und welche man aussendet. Wenn in jedem Gedanken eine
grosse Kraft innewohnt, wie stark wirkt dann erst das gesprochene Wort. Was für
eine aufbauende, kraftvolle und wohltuende Wirkung hat beispielsweise ein Wort
des Trostes oder ein Kompliment.
Ein Mensch, der viel des Guten ausstrahlt, durch den man sich angenommen und
verstanden fühlt, wird in seinen Partnern wieder gute Gedanken wecken, die auf
ihn zurückwirken und die Kraft zum Guten in ihm wachsen lassen. In gleicher
Weise wird ein Mensch, der seinen Mitmenschen nur negative Gedanken, Worte und
Taten entgegenbringt, in diesen Ähnliches wecken, das dann auf ihn zurückwirkt.
Die Verwirklichung von Gedanken
Jeder Gedanke, den der Mensch in sich aufnimmt, wirkt sich nach der ihm
innewohnenden geistigen Kraft auf alle seine Lebensumstände aus. Die Gedanken
sind die geistigen Samen, die sich verwirklichen. Denn alles was wir sehen, ist
verwirklichter Gedanke: Stuhl, Tisch, Autos, Apparate etc. Was zuerst nur
unsichtbar, als Idee, im Geiste existierte, wird, beharrlich bejaht,
schliesslich greifbare Wirklichkeit und beweist durch sein Dasein die
Realisationskraft der Gedanken. Wenn wir auf das Wesentliche eines Tisches
blicken, sehen wir nicht seine äussere Gestalt, sondern die ihm zugrunde
liegende Idee, die aus unsichtbarer Innenwirklichkeit zu sichtbarer
Sinnenwirklichkeit wurde. Wie wir hier den Entstehungsvorgang gewissermassen
zurückverfolgen von der realen Materialisation zurück zur unstofflichen Idee, so
werden wir uns über den Verwirklichungsprozess im klaren sein. Wenn wir also um
die Macht der Verwirklichungskraft der Gedanken wissen, werden wir uns schon aus
Gründen der Selbsterhaltung, der Lebensklugheit und der Gesundheit angewöhnen,
stets richtig zu denken. Alles, was von Menschenhand geschaffen ist, liegt auf
dem geistigen Weg. Einst existierte es ja gar nicht. Der Mensch hatte nur einen
Gedanken aufgenommen.
Was wir bis heute vorwiegend dachten, das hat sich in in unserem Beruf und
Besitz, in unserer Familie, in den Umständen unseres Lebens sichtbar realisiert.
Wenn wir irgend etwas ändern möchten, müssen wir folglich zuerst in unseren
Gedanken damit beginnen.
Im Talmud heisst es:
"Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn
sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen
Charakter, denn er wird Dein Schicksal."
Über die Wahrheit (Dieter Lüscher, Schulleiter Kampfsportschule Aarau)
Wenn wir eine Kugel anschauen, stellen wir fest, dass es unendlich viele
Blickpunkte gibt aus unendlich vielen Höhen, also auch unendlich viele (Teil)-Wahrheiten.
Ich glaube, dass alle Blickpunkte zusammen mit dem wie und warum nur Gott allein
kennt (Bruno Gröning: "Die Wahrheit ist Gott") und seinen höchsten Geister mit
höchstem Bewusstsein, denen Er es Ihnen zu erkennen gibt.
Das Problem ist häufig, dass wir eine (Teil-)Wahrheit einer Ebene als absolute
Wahrheit halten und diese für immer in Stein meisseln wollen. Dadurch bleiben
wir jedoch geistig stehen, ja in Wirklichkeit gehen wir sogar geistig zurück,
und können uns nicht mehr weiterentwickeln, da wir nicht offen für anderes und
neues sind.
Eine der grössten Krankheiten der Menschen ist meines Erachtens, dass jeder
glaubt, er hätte Recht und wüsste die absolute Wahrheit. Dadurch stellt er sich
jedoch über den anderen und es führt zu Trennung. In Wirklichkeit weiss er aber
jedoch meist nur eine (Teil-)Wahrheit seiner Ebene.
Sucht man zu einer Frage verschiedene "Wahrsager" auf, so erleben und
beschreiben sie die Angelegenheit meist völlig unterschiedlich mit völlig
verschiedenartigen Antworten - je nach Ebene, auf der sich der "Wahrsager"
befindet (Anmerkung: Dies ist kein Aufruf von mir, "Wahrsager" zu konsultieren.
In der Regel richten sie viel mehr Schaden an als sie nützen. Dazu kommt eine
völlige Abhängigkeit).
Doch wie schon erwähnt gibt es für eine Angelegenheit unzählige
Betrachtungsweisen bzw. Blickpunkten auf unterschiedlichen Ebenen. Und da wir
Menschen aus dem "gleichen Holz geschnitzt" sind und im innersten Kern sowieso
eins sind, könnten wir sagen, dass jeder Mensch recht hat - entsprechend seiner
Betrachtungsweise und Ebene. Bei dieser Sichtweise spüre ich Toleranz, Akzeptanz
und Nachsicht.
Was sind Meister (Dieter Lüscher, Schulleiter Kampfsportschule Aarau)
Es gibt verschiedene Arten von Meister (Karate-Meister, Schreinermeister,
geistige Meister etc.) auf verschiedenen Ebenen.
Ein wahrer Karate-Meister ist für mich auch ein geistiger Meister, also ein
Meister des Lebens (vgl. Oberstes Ziel des Karate ist weder Sieg noch
Niederlage, sondern die Vervollkommnung des Charakters des Übenden)
"Grosse Meister sind hochentwickelte menschliche Individuen, die alle möglichen
Schicksale schon mindestens einmal durchlebt haben." Rudolf Steiner
Man könnte es auch so sagen: Meister sind Menschen, die nie aufgegeben haben.
Grosse Meister haben aussergewöhnliche Fähigkeiten, höchste Weisheit und Liebe
und können Karma ihrer Schüler abnehmen, dabei sind sie auch Heiler, ohne es
selbst zu benennen. Mit Ihrer Lehre, Ihrer Präsenz sind sie Weisheitslehrer und
Heiler in einem und vermitteln den Menschen die Hilfe zur Selbsthilfe.
Verschiedene Meister schaffen verschiedene Zugänge zur EINEN Quelle. Dabei haben
die meisten Meister einen Schwerpunkt, ein "Spezialgebiet", wo sie eine Sache
genau beleuchten und auf den tiefen Grund gehen.
Da die Menschen so unterschiedlich sind (aber im Geiste gleich) und so
Unterschiedliches lernen müssen, gibt es auch verschiedene Zugänge zur Quelle
(versch. Wege führen nach Rom).
Es gibt nicht DEN richtigen Weg, sondern einige, die einfach besser zu EINEM
passen als andere.
Das Änderen der persönlichen Betrachungsweise bwz. Standpunkts kann viel ändern
(Dieter Lüscher, Schulleiter Kampfsportschule Aarau)
Hierzu möchte ich einen Auszug aus dem Buch „Die menschliche und göttliche Natur
in uns“ von Omraam Mikhaël Aïvanhov zitieren. Am Beispiel einer Ehe zeigt
Aïvanhov, was das Ändern des persönlichen Standpunkts bewirken kann.
"Ich möchte euch jetzt ein Beispiel für das übliche Verhalten der Menschen
geben. Es ist vielleicht etwas übertrieben, aber es zeigt die Mentalität der
meisten Menschen ganz gut. Nehmen wir ein Ehepaar und betrachten wir einmal, wie
es sich zwischen ihnen verhält.
Der Mann geht morgens zur Arbeit und sagt: „Auf Wiedersehen, Liebling!“ und sie
antwortet: „Auf Wiedersehen, Liebling!“. Sie geben sich einen
gewohnheitsmässigen Kuss, bei dem jeder an etwas anderes denkt. Sobald die Tür
zu ist, beginnt die Frau zu schimpfen: „Wie konnte ich nur einen Mann heiraten,
der so faul, unfähig und ungeschickt ist! Der Nachbar, das ist ein Mann! Man
braucht nur seinen neuen Wagen anzusehen und den Schmuck, den er seiner Frau
geschenkt hat…Was für ein Unglück!“ Sie klagt und zetert. „Es ist nicht mehr zum
Aushalten! Wenn dieser Dummkopf heute Abend nach Hause kommt, werde ich es ihm
zeigen, er wird etwas zu hören bekommen!“ Und den ganzen Tag über bereitet sie
sich schon darauf vor, indem sie herumwettert und sich die eigene Existenz
vergiftet.
Und was macht der Mann? „Ha, diese…(ich erspare euch das Wort!), wie konnte ich
nur so dumm sein und so eine Frau heiraten? Sie ist so gewöhnlich und dumm! Sie
hat nichts anderes im Kopf, als mit ihrem Hündchen in den Geschäften
herumzubummeln und sich mit ihren Freundinnen in Konditoreien vollzustopfen. Ich
dagegen muss mich hier im Staub und Lärm abrackern, um das Geld zu verdienen,
das sie dann für Flitterkram ausgibt. Das kann nicht so weitergehen! Wenn ich
nach Hause komme, werde ich ihr sagen, was ich von all dem halte!“ So nörgeln
beide den ganzen Tag herum, und wenn sie abends zusammenkommen, zerreissen sie
sich gegenseitig. Am nächsten Tag fängt die gleiche Geschichte wieder von vorne
an.
Jetzt wollen wir einmal sehen, wie es sein sollte:
Wenn die Eheleute sich morgens verabschieden, küssen sie sich zärtlich und
liebevoll. Wenn der Mann aus dem Haus gegangen ist, sagt die Frau sich: „Ach der
Arme, wenn ich daran denke, welche Opfer er für mich bringt! Wie konnte er, ein
so edler, rechtschaffender, ehrlicher Mann mich überhaupt heiraten! Wie
liebevoll er ist. Wie zärtlich er mich umarmt! Er arbeitet den ganzen Tag ...
und unter welchen Umständen! Er hat keine Minute Zeit zum Verschnaufen. Während
ich so viel Freizeit habe und mich ausruhen oder spazieren gehen kann. Ich werde
ihm heute Abend eine leckere Mahlzeit bereiten!“ Auf diese Weise denkt sie den
ganzen Tag liebevoll an ihn und ist glücklich dabei.
Währenddessen sagt sich der Mann:“Warum habe ich sie geheiratet? Sie ist ein
armes Opfer. Sie putzt den ganzen Tag. Sie kümmert sich um die Kinder, sie
wäscht und kleidet sie. Sie hat nie Zeit zum Spazieren gehen. Während ich mit
meinen Freunden in die Gastwirtschaft gehe und mich unterhalte, bleibt die
Ärmste den ganzen tag allein zu Hause und wartet, dass die Kinder aus der Schule
kommen. Ja der Himmel hat mir wirklich eine liebe Frau geschenkt! Ich will sie
nicht vernachlässigen.“ Auf dem Heimweg kauft er ihr Blumen oder ein kleines
Geschenk, um sie zu überraschen. Und wenn sie sich abends wieder sehen, sind sie
glücklich wie die Turteltauben und umarmen sich…Welche eine Liebe!
In Wirklichkeit ist das Ehepaar der zweiten Geschichte vielleicht nicht besser
als das der ersten, es hat nur einen anderen Standpunkt, eine andere
Einstellung. Und diese ist so leicht zu verwirklichen! Sich selbst kann man
nicht so leicht ändern, aber wenn man seinen Standpunkt ändert, ändert sich
alles von selbst.“
Omraam Mikhaël Aïvanhov
Was suchtst Du eigentlich? (Dieter Lüscher, Schulleiter Kampfsportschule Aarau)
Jegliches Leid hat die tiefste Ursache im Fehlen von Liebe und Mitgefühl. Dies
ist meine feste Überzeugung.
Der Mensch sucht in allem was er tut irgendwie die Liebe. Meistens sucht er sie
aber in anderen Menschen, wo die Liebe häufig zu wenig und zu wenig rein
vorhanden ist oder körperlich nur von sehr kurzer Dauer ist. Aus einem
anfänglichen Verliebtsein mit Erwartungen und Abhängigkeiten folgt häufig
Enttäuschung und ev. Trennung. Der Mensch sucht dann in der Regel wieder einen
anderen Partner. Nach einem anfänglichen Strohfeuer folgt meistens dann wieder
Ernüchterung und vielleicht Trennung.
Wer unabhängig und die reinste Form der Liebe dauerhaft erleben will, muss sie
in sich selbst suchen. Wer diesen direkten Anschluss an die Quelle immer mehr
spüren kann, wird laufend mit Kraft und Liebe beschenkt. Er braucht die Liebe
nicht mehr in anderen Menschen zu suchen, er hat sie in sich und kann davon
ausschenken.
Omraam Mikhaël Aïvanhov: "Jeder sehnt sich danach, einem Menschen zu begegnen,
an dessen Seite er vertrauensvoll auf dem Weg des Lebens voranschreiten und mit
dem er Gedanken und innigste Gefühle austauschen kann. Aber so einer lässt sich
schwer finden. Schon in vielen Romanen, Filmen und Theaterstücken schilderten
Männer und Frauen die Ängste und das Leid, die aus der Unmöglichkeit erwuchsen,
einen solchen Menschen zu finden. In Wahrheit kann die menschliche Seele nur in
Gott vollständig und endgültig zur Erfüllung gelangen. Wer die Einsamkeit
überwinden und sich jeden Tag von grenzenloser Freude und einem riesigen Glück
erfüllt fühlen möchte, muss sich mit Gott vereinen.
Einsamkeit ist ein Bewusstseinszustand, den selbst die größten Eingeweihten
erfahren haben. Auch Jesus hat diese finstere und öde Region durchschritten, als
er ausrief: 'Mein Gott, warum hat Du mich verlassen?' Alle werden eines Tages
diese schreckliche Einsamkeit kennen lernen. Warum? Weil man nicht wirklich
Glauben, Hoffnung und Liebe entwickeln kann, wenn man glücklich, zufrieden und
von Freunden umgeben ist, sondern nur, wenn man sich in seinem Innersten einsam
und verlassen fühlt. Es gibt kein anderes Mittel zur Überwindung der Einsamkeit,
als sich auf das Wesen zu stützen, auf dem das Universum ruht. Man sollte diesem
unsterblichen Wesen Glaube, Liebe und Hoffnung schenken."
Alleine Verständnis und Mitgefühl öffnen uns für die Liebe... damit wir so weit
kommen, gehen wir oft durch viel viel Leid... jeder auf seine Weise.
Swami Vishwanada sagt, dass Lieben ganz einfach sei. Denn wer urteilen könne,
könne auch lieben.
Doch wie schaffen wir es, immer mehr Liebe spüren zu können, immer mehr lieben
zu können? Hier sind meine Tipps (Persönliche Anmerkung: Damit keine
Missverständnisse aufkommen, ich bin selbst am Üben und auf dem Weg wie Du).
Versuche ohne Wertung immer mehr alles, jedes Atom, zu lieben. Dann wird unsere
innere Sonne immer stärker leuchten und wir werden immer glücklicher.
Konzentriere Dich auf das Gute im Menschen.
Je mehr Liebe wir aussenden, desto mehr Liebe können wir empfangen.
Übe Dich in Barmherzigkeit und Nachsicht. Zusätzlich mit Wahrhaftigkeit sind es
die drei kosmischen Eigenschaften, der Urkern, aus dem alles entstanden ist bzw.
das in allem ist. Barmherzigkeit und Nachsicht sind die Basis, um Lieben zu
können, Mitgefühl und Verständnis sind darin enthalten. Dadurch gleichst Du Dich
immer mehr an den Kosmos bzw. an Gott an.
Höre immer mehr auf mit dem verstandesmässigen Bewerten, Beurteilen,
Verurteilen, Vergleichen, Etikettieren etc. Damit trennen wir uns von der Quelle
und auch vom anderen Menschen. Mitgefühl und Verständnis fehlt. Lieben wir
stattdessen ohne Wertung.
Halte ein hohes Ideal und Vorbilder, die bedingungslos Lieben können und ganz
mit der Quelle verbunden sind.
Habe keine Erwartungen an Menschen, denn jede Erwartung führt früher oder später
zur Enttäuschung. Die einzige Erwartung, die der Mensch haben soll, ist die
Liebe Gottes in sich spüren zu können (frei nach Swami Vishwanada)
Die Menschen sind in der Regel nicht böse, doch unzufrieden (S. Yesudian)
Sei dankbar. Hadere nicht mit Deinem Schicksal. Dein Schicksal ist genau so für
Dich richtig, damit Du mit ihm am schnellsten zur Vollendung gelangen kannst.
Vertraue darauf, dass Gott Dich liebt, das beste für Dich will und 100 % perfekt
ist.
Omraam Mikhael Aivahov:
"Um wahrhaft glücklich zu sein, muss man lieben können. Und damit das Glück
gross, weit und vollständig ist, muss eure Liebe ebenso gross, weit und
unendlich sein. In dem Masse wie eure Liebe vollkommener wird, wird auch euer
Glück grösser und vollkommener....Das Glück besteht darin, die ganze
Unendlichkeit zu lieben und nicht bei einem, zwei, selbst zehn oder hundert
Menschen stehen zu bleiben...."
Es gibt Menschen, die sind körperlich oder geistig behindert oder auch krank:
Und trotzdem sind sie glücklich und voller Liebe. Dies ist der Beweis, dass
Glücklichsein nicht vom Zustand des Körpers abhängt. Diese Menschen haben das
Schwierige geschafft, sich nicht mit ihrem Körper zu identifizieren, d.h. zu
verwechseln (siehe unter das Illusorische Ich).
Ein lebendiges Vorbild ist für mich Nick Vujicic (siehe Filmclip1 und
Filmclip2). Er wurde ohne Arme und Beine geboren und ist glücklich und voller
Liebe.
Bedingungslose Liebe (Autor unbekannt)
"Ich liebe dich, wie du bist, während du auf der Suche bist nach deiner eigenen
besonderen Art, mit der Welt um dich herum in Beziehung zu treten. Ich ehre
deine Entscheidungen, auf welche Weise du deine Lektionen lernen möchtest.
Ich weiss, dass es wichtig ist, dass du genau der Mensch bist, der du sein
möchtest, und nicht der, den ich oder andere erwarten. Es ist mir klar, dass ich
nicht weiss, was für dich das Beste ist, obwohl ich vielleicht manchmal meine,
es zu wissen. Ich war nicht dort, wo du warst. und habe das Leben nicht aus
deinem Blickwinkel gesehen: Ich weiss nicht, welche Lernaufgabe du dir
ausgesucht hast, noch wie oder mit wem du sie lösen möchtest, noch welche
Zeitspanne du dir dafür vorgenommen hast. Ich habe nicht aus deinen Augen
geblickt, wie könnte ich also wissen, was du benötigst.
Ich lasse dich durch die Welt gehen, ohne deine Handlungen in Gedanken oder
Worten zu beurteilen, die Dinge, die du sagst oder tust, betrachte ich nicht als
Irrtum oder Fehler. Von meinem Punkt aus, sehe ich, dass es vielerlei
Möglichkeiten gibt; die verschiedenen Seiten unserer Welt zu betrachten und zu
erfahren.
Ich akzeptiere rückhaltlos jede deiner Entscheidungen in jedem beliebigen
Augenblick. Ich fälle kein Urteil, denn wenn ich dir dein Recht auf deine
Entwicklung abspräche, so würde ich damit dasselbe auch mir und allen anderen
absprechen.
Jenen, die einen anderen Weg wählen als ich, auf den ich vielleicht nicht meine
Kraft und Energie lenken würde, werde ich doch niemals die Liebe verweigern, die
Gott in mich gesenkt hat, damit ich sie der ganzen Schöpfung schenke. Wie ich
dich liebe; so werde auch ich geliebt: Was ich säe, das werde ich ernten. Ich
gestehe dir das universale Recht auf freie Entscheidung zu, deinen eigenen Pfad
zu wandeln und voranzuschreiten oder eine Weile auszuruhen, je nach dem, was für
dich gerade das Richtige ist.
Ich werde kein Urteil erlauben, ob diese Schritte gross oder klein sind, leicht
oder schwer, aufwärts oder abwärts führen, denn das wäre nur meine eigene
Sichtweise Es könnte sein, dass ich dich tatenlos sehe und dies für wertlos
halte, und doch könnte es sein, dass du grossen Balsam in die Welt bringst, wie
du so dastehst, gesegnet vom Licht Gottes. Nicht immer kann ich das grössere
Bild der göttlichen Ordnung sehen. Denn es ist das unveräusserbare Recht aller
Lebensströme, ihre eigene Entwicklung selbst zu wählen, und ich anerkenne voll
Liebe dein Recht, deine Zukunft selbst zu bestimmen. In Demut beuge ich mich der
Erkenntnis, dass das, was ich für mich als das Beste empfinde, nicht auch das
Richtige für dich sein muss.
Ich weiss, dass du genauso geleitet wirst wie ich, und dem inneren Drang folgst,
der dich deinen Pfad erkennen lässt. Ich weiss, dass die vielen Rassen,
Religionen, Sitten, Nationalitäten und Glaubenssysteme in unserer Welt uns
grossen Reichtum beschert und uns aus solcher Vielheit grossen Nutzen und viele
Lehren ziehen lassen. Ich weiss, dass wir auf einmalige Weise lernen, wie wir
Liebe und Weisheit zu dem grossen Ganzen zurückbringen können. Ich weiss, dass,
wenn etwas nur auf eine Art getan werden könnte, es hierzu nur eines Menschen
bedürfte.
Ich will dich nicht nur dann lieben, wenn du dich so verhältst, wie es meiner
Vorstellung entspricht und wenn du an die gleichen Dinge glaubst wie ich.
Ich begreife, dass du in Wahrheit mein Bruder, meine Schwester bist, auch wenn
du an einem anderen Ort geboren wurdest und an einen anderen Gott glaubst als
ich.
Die Liebe, die ich fühle, gilt der ganzen Welt Gottes. Ich weiss, dass jedes
lebende Ding ein Teil Gottes ist, und tief drinnen hege ich Liebe für jeden
Menschen, jedes Tier, jeden Baum und jede Blume, für jeden Vogel, jeden Fluss
und jeden Ozean und für alle Geschöpfe in aller Welt.
Ich verbringe mein Leben in liebendem Dienst und bin dabei, das beste Ich zu
sein, dass ich sein kann, und ich verstehe die Vollkommenheit göttlicher
Wahrheit immer ein bisschen mehr und werde immer glücklicher in der Heiterkeit
BEDINGUNGSLOSER LIEBE."
Weisheiten über die Liebe
"Reine Liebe ist die beste Medizin" (Paracelsus)
"Für mich bedeutet Erfolg, wahres Glück und Liebe zu empfinden (Braco)
"Reine Liebe beseitigt alle negativen Gefühle, zerstört alle Selbstsucht. Sie
erwartet nichts, aber sie gibt alles." (Amma)
"Nichts ist zu schwer für den der liebt" (Marcus Tullius Cicero)
"Wo Liebe ist und Weisheit, da ist weder Furcht noch Ungewissheit" (Franz von
Assisi)
"Die Liebe macht das Leben lebenswert"
"Die Liebe ist jene Kraft der Welt, die auf die Veredelung, Verinnerlichung und
Vervollkommnung allen Lebens abzielt, die die Wesen zu Zuneigung, Freundschaft
und Einssein hinleitet und sie so zunehmend mit der ewigen Ordnung des Weltalls
in Einklang bringt." (S. Yesudian)
Buchtipps / DVDs / CD's
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