KarateKampfkunst versus Kampfsport/WettkampfsportUnterschiede zwischen Kampfkunst und KampfsportDie Kampfsportschule Aarau praktiziert Karate als Kampfkunst und nicht als Wettkampfsport oder Kampfsport.In der Kampfkunst (auch Bushido) wurde ein System geschaffen, dessen Ziel es ist, im täglichen Training Respekt und Selbsterkenntnis zu erarbeiten. Dies damit man in einer Notsituation gerecht handeln kann. Der sportliche Anspruch widerspiegelt nur die Oberfläche des richtigen Bushido und ist nicht von Nachhaltigkeit.Karate-Do und Wettkampf waren für Gichin Funakoshi, Gründer des Shotokan-Karate nicht zu vereinbaren. Zu seinem Nachfolger, seinem Uchi deshi, seinem "inneren" Schüler, der auch die inneren Werte der Kampfkunst gemeistert hat, ernannte Funakoshi Shigeru Egami. Dieser begründete die "Shotokai Ryu", die "Schule der Gruppe des Shoto", so genannt in Anlehnung an die Nihon Karate-Do Shoto-Kai, eine Vereinigung, die sich 1935 zur Unterstützung Funakoshi Senseis und des Baus des Shoto-Kan gebildet hatte. Gichin Funakoshi starb 1957. Shigeru Egami: "Wer den Weg des wahren Karate gehen will, muss nicht nur versuchen, neben seinem Gegner zu bestehen, er muss die Einheit mit ihm suchen. Töten steht nicht zur Frage, auch geht es nicht ums Gewinnen. Im Üben des Karate-do geht es darum, eins mit dem Partner zu werden und zusammen fortzuschreiten." Masatoshi Nakayama (1913 - 1987) gründete 1949 die Japan Karate Association (JKA) um Karate als Wettkampfsport zu verbreiten. Funakoshi verweigerte ihm seine Unterstützung – trotzdem ernannte ihn die JKA zum "Ehrenausbilder". Eine "Ehre", die Funakoshi allerdings nie annahm. Die Unterschiede zwischen Kampfkunst und Kampfsport sind sehr gut unter Wikipedia beschrieben.Auszüge über Kampfkunst bei Wikipedia "Als Kampfkunst bezeichnet man jedes System, das Fertigkeiten und Techniken der körperlichen Auseinandersetzung mit einem Gegner formalisiert. Dabei kann es sich um Regelwerke oder Unterrichtssysteme handeln. Die Inhalte gehen dabei teilweise über das rein Praktische hinaus und umfassen dann weitere Aspekte wie Philosophie, Kultur, religiöse Elemente, Denkweise, Alltagsleben und Gesundheit. Kampfkunst ist vom Kampfsport zu unterschieden, bei dem es vor allem um den sportlichen Wettkampf geht." (..) "In einigen Kampfkünsten wird großes Gewicht auf die charakterliche Entwicklung des Praktizierenden gelegt. Dabei entwickeln sie sich teilweise von der Einübung echter Gewaltanwendung weg, hin zu rituellen und spirituellen Praktiken, die auch der Selbstfindung oder -vervollkommnung dienen sollen. Moderne Kampfkünste, sowie moderne Interpretationen der traditionellen Lehren, werden vor allem mit dem Ziel der körperlichen Ertüchtigung und der Selbstverteidigung ausgeübt. Teils steht hier auch der Sieg im Wettkampf als Ziel im Vordergrund, was wiederum die Abgrenzung zum Begriff des Kampfsports erschwert. Moderne Kampfkünste sind auch heutzutage in bestimmten Bereichen der Ausbildung von Militär- und Sicherheitskräften zu finden." (...) "Kampfsport ist das Messen der eigenen Kampffähigkeit mit der eines Gegners nach feststehenden Regeln. Dabei steht der sportliche Aspekt im Vordergrund, d.h. es geht darum, unter Beachtung der Regeln, zu gewinnen und besser zu sein als der Gegner. Im Gegensatz dazu gibt es bei der Ausübung von Kampfkunst sehr verschiedene mögliche Ziele, wie etwa die Vervollkommnung des eigenen Stils, der Selbstdisziplin und andere eher geistige Komponenten." (...) Viele asiatische Kampfkünste sind besonders stark
ritualisiert und mit philosophischem und religiösem Denken und Handeln
verbunden. (..) Auszüge über Kampfsport bei Wikipedia "In Fachkreisen wird meistens eine genauere Differenzierung zwischen Kampfsport und Kampfkunst verwendet. Im Kampfsport steht demnach der reglementierte sportliche Wettkampf im Vordergrund, bei dem es darum geht, im Rahmen der Regeln zu gewinnen und besser zu sein als der Gegner. In den meisten Kampfsportarten werden keine Waffen verwendet, und wenn doch, dann nur Sportwaffen, die die Verletzungsgefahr verringern. Wettbewerbe im Kampfsport sind in der Regel Zweikämpfe, jedoch sind auch andere Wettbewerbsformen möglich." Eine Kampfkunst hingegen befasst sich in der Regel mit Selbstverteidigung und dem Verhalten in echten, unreglementierten Gefahren- oder Konfliktsituationen. Daher enthält jede Kampfkunst Kampftechniken, die zum Ziel haben, einen Gegner zu besiegen, häufig auch unter der Verwendung von Waffen. Darüber hinaus gehören zu einer Kampfkunst häufig andere Aspekte, wie beispielsweise die Vermeidung von Konflikten im Vorfeld, die generelle Erhöhung der Beweglichkeit, Kraft, Geschwindigkeit oder Selbstdisziplin. Manche Kampfkunstsysteme, vor allem aus dem asiatischen Umfeld, sehen sich als vollständiges System der Lebensgestaltung oder Vervollkommnung mit entsprechendem philosophischem oder religiösem Unterbau, wie beispielsweise das japanische Budō. Vor allem heutzutage treten dabei die eigentlichen Kampftechniken bisweilen sogar in den Hintergrund oder werden nur als Weg zum eigentlichen Ziel verstanden. Wettbewerbe in den Kampfkünsten sind in der Regel keine Zweikämpfe. |