Yoga in AarauHatha-Yoga - Kurse für Anfänger und ForgeschritteneHatha-Yoga ist eine Jahrtausende alte Methode aus Indien, um Körper, Seele und Geist zu harmonisieren und zu stärken. In der Kampfsportschule Aarau wird Yoga nach der Yesudian-Methode unterrichtet. Dabei werden Atemübungen (Pranayama), Körperübungen (Asanas), bewusste Entspannung und Aufmerksamkeitslenkung so kombiniert, dass jeder Mensch, unabhängig von Alter, Vorerfahrungen, Gesundheitszustand und Religion davon profitieren kann. Es besteht kein Leistungsdruck, jeder übt so wie es ihm möglich ist. Im Vordergrund stehen das innere Erleben der Übungen, verbunden mit entsprechender Bewusstseinslenkung. Die Yoga-Übungen sind auf unsere westliche Lebensart zugeschnitten und einfach zu erlernen. Es geht nicht darum, Fakir-ähnliche Kunststücke zu vollbringen, sondern sich körperlich und seelisch-geistig fit zu halten und sich gleichzeitig zu entspannen. Der Abschluss der Yogastunde bildet eine kurze Meditation, eine Tiefenentspannung sowie das Beantworten von Fragen.
Auswirkungen von Hatha-Yoga zeigen sich auf verschiedenen Ebenen:
Alle Yoga-Übungen werden vorgezeigt und angeleitet. Die Yoga-Kurse sind für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Es werden keine Vorkenntnisse benötigt. Keine Altersgrenze. Yoga-Bilder aus dem Hatha-Yoga mit Dr. Rolf Victor Heim, Arzt und Yoga-Lehrer der Kampfsportschule Aarau. Dr. med. Heim praktiziert Yoga seit über 30 Jahren. Er war während 13 Jahren ein direkter Schüler des indischen Yoga-Pioniers in der Schweiz, Selvarajan Yesudian. Wie unterscheidet sich Yoga von anderen Methoden?Yoga ist eine sanfte Methode, um Körper, Seele und Geist in Harmonie zu bringen. Diese Einheit wird in unserer heutigen Kultur vielfältig gestört. Viele Menschen werden krank auf Grund der Hektik des Alltages, der sozialen und gesellschaftlichen Unsicherheiten und einem zunehmenden Gefühl der Sinnlosigkeit. Das Bewusstsein für eine gesunde, nachhaltige Lebensweise ist vielerorts verloren gegangen. Gleichzeitig ist das Bedürfnis eben danach in den letzten Jahre deutlich gestiegen - erkennbar an den vielen Büchern und Artikeln, die darüber publiziert wurden. Und es gibt viele Ansätze, um dieses Ungleichgewicht wieder zu korrigieren, so z.B. Yoga, Taj Chi, Qi Gong, Aikido und andere mehr. Prinzipiell ist bei all diesen Methoden das Ziel dasselbe: Harmonisierung, Kräftigung des Körpers, Gesundheit, Stabilisierung des emotionalen Bereichs, Stärkung der mentalen Fähigkeiten (wie beispielsweise Konzentration, Aufmerksamkeit, vernetztes Denken). Die Grundlage von Yoga ist das bewusste Atmen. Nach der Yogaphilosophie nimmt der Mensch mit dem Atmen neben Sauerstoff auch Energie auf (Prana). Verfügt er über genügend Prana und ist dieses im Fluss, ist der Mensch gesund, vital, klar im Denken und ausgeglichen im Fühlen. Deshalb bilden die Atemübungen die Grundlage; bei jeder Körperübung (Asana) wird der Atem entsprechend bewusst gelenkt. Ein Vorteil wird hier schon deutlich: bewusstes Atmen ist überall möglich, unabhängig von Ort, der sozialen Umgebung und der eigenen Befindlichkeit. Bewusstes, entspanntes Atmen kann man beispielsweise in einer kräfteraubenden Sitzung anwenden, im Zug, beim Autofahren, beim Fernsehschauen. Und kann so ganz nebenbei Energie tanken. Die Volksweisheit, bei Problemen erst mal tief durchzuatmen und auf zehn zu zählen, ist nützlicher Ansatz, der leider auf Grund seiner Einfachheit wenig Anwendung findet. Atemübungen (Pranayama)Bei den Atemübungen wird vor allem die Bauchatmung trainiert. Betrachtet man das Atemmuster eines Menschen unter Stress, sieht man eine schnelle, oberflächliche Brustkorbatmung - laut der Yoga-Philosophie wenig geeignet, um Energie zu sammeln. Die Bauchatmung hat eine beruhigende, 'erdende' Wirkung und hilft, den rasenden oder verwirrten Geist zu zentrieren. Viele Leute sind mit Meditation überfordert, da sie meinen, sie dürften nichts denken - was tatsächlich ausgesprochen schwierig ist, wenn man darin nicht 20 oder 30 Jahre Erfahrung hat. Allerdings ist es gar nicht nötig, nichts zu denken. Um sich zu sammeln oder zu beruhigen reicht es, die Aufmerksamkeit auf die bewusste Atmung zu lenken. Lässt sich diese Konzentration aufbringen, ist es gar nicht mehr möglich, im alten Tempo in der Gegend herum zu denken, d.h. das Denken wird langsamer. Auf diese Weise klären sich die Gedanken und lassen mit der Zeit wieder konstruktives Denken zu. Daher werden zu Beginn eine Yogastunde die verschiedenen Atembereiche einzeln trainiert. Während den Asanas (Körperübungen) wird dann meist mit der vollständigen Atmung geübt. Körperübungen (Asanas)Den zweiten Aspekt von Hatha-Yoga stellen die Körperübungen dar. Im Gegensatz zu Taj Chi und Qi Gong sind die Übungen ausgesprochen einfach. Durch ihren klaren Ablauf und kurze Dauer sind sie auch dem Ungeübten schnell zugänglich. Bei den chinesischen Techniken sind die meisten Bewegungen kreisförmig, die Abläufe dauern länger. Beim Yoga sind die Abläufe linear. Eine stärkende Übung für die inneren Organe sieht beispielsweise so aus: auf dem Rücken liegend, mit Einatmung Arme über den Kopf heben, mit Ausatmung aufsitzen, sich über die Beine beugen und Fussgelenke (oder Knie) halten. Ein paar Sekunden so bleiben, danach einamten und auf den Rücken liegen, Arme bleiben neben dem Körper. Zu jeder Körperübung gehört eine kurze Phase der Entspannung. In dieser wird die Aufmerksamkeit in den Körper gelenkt, mit ruhiger, spontaner Atmung. Dadurch kann die Wirkung der Übung verstärkt werden, das vegetative Nervensystem wird beruhigt. Hier unterscheidet sich Hatha-Yoga von Power-Yoga, da bei letzterem die Übungen schneller, kräftiger gemacht und die Ruhephase verkürzt werden. Entspannung und Aufmerksamkeit Der dritte Aspekt beinhaltet die bewusst gelenkte Aufmerksamkeit, konkret umgesetzt durch Affirmationen. Durch bewusste Vorstellung soll der Körper gestärkt werden. Den Nutzen der Imagination hat auch die westliche Psychologie vor einigen Jahren entdeckt und wendet diese erfolgreich an. Dabei geht es nicht um naives positives Denken, das einen Idealzustand erreichen soll (z.B. 'mein Arm ist gesund', wenn er eben erst gebrochen ist). Sondern es geht um eine bewusste Unterstützung der Selbstheilungskräfte des Körpers, idealerweise in Übereinstimmung mit dem eigenen Empfinden und Fühlen. Im Falle einer Verletzung kann man sich beispielsweise vorstellen, dass der Körper den Schaden so rasch und vollständig wie möglich heilt (Affirmations-Beispiel: 'Mit jedem Atemzug lenke ich Kraft in meinen Rücken'). Die Beeinflussbarkeit des vegetativen Nervensystems macht sich das bei uns weit bekannte Autogene Training zu nutze. Spitzensportler nutzen seit Jahren ihre mentalen Fähigkeiten, um sich auf Wettkämpfe vorzubereiten. In der Krebstherapie von Kindern lernen diese, sich die weissen Blutkörperchen als Polizisten vorzustellen, die die bösen Krebszellen fangen und schadlos machen. Nach den Körperübungen wird daher in der kurzen Ruhephase bewusst die Wirkung der Übung imaginiert und innerlich verbal formuliert. Wenn das dem Übenden zu kompliziert ist, kann er natürlich auch darauf verzichten und stattdessen einfach entspannt atmen. Hatha-Yoga für jeden?Hatha-Yoga kann von jedem gelernt und praktiziert werden, unabhängig vom Alter und Gesundheitszustand. Bei körperlichen Gebrechen wird einfach auf einzelne Übungen verzichtet; während einer geführten Yogastunde werden stattdessen Atemübungen durchgeführt. Auch bei Yoga-Unerfahrenen stellt sich rasch ein Gefühl von Entspannung, Wärme im Körper und seelisches Wohlbefinden ein - es braucht kein monatelanges Training. Ideal ist es, wenn man jeden Tag ein paar Atem- und Körperübungen machen kann, zeitlicher Aufwand zwischen 10 und 30 Minuten. Selbstverständlich bringt jedes Praktizieren einen Nutzen, auch wenn die Übungseinheiten länger auseinander liegen. Falls bereits ein Erschöpfungszustand vorliegt, ist regelmässiges, tägliches Üben unumgänglich. |