Karate ist Selbstverteidigung
Traditionelles Karate (Karate-do = jap. Weg der leeren Hand) ist Martial Art-Karate, eine der effizientesten Kampfkünste und Systeme für Selbstverteidigung, eine Lebensart mit einer Philosophie, die auch spirituelle Aspekte beinhaltet. Traditionelles Karate ist nicht nur eine physische Disziplin und wird auch nicht nur im Dojo (Trainingsraum) praktiziert. Traditionelles Karate wird in jeder täglichen Aktivität geübt mit z.B.: Wahrhaftigkeit, Respekt… all das und MEHR ist Traditionelles Karate. (vgl. Traditionelles Karate versus Wettkampf-Karate)


Im traditionellen Karate liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung wirkungsvoller Techniken für eine realistische Selbstverteidigung. Ziel des Trainings ist es, Kraft, Stabilität und Durchschlagskraft systematisch aufzubauen. Dazu arbeiten wir unter anderem mit Schlagpolstern und Pratzen Diese Trainingsformen fördern nicht nur die technische Präzision, sondern auch körperliche Abhärtung und mentale Entschlossenheit – wichtige Grundlagen für eine ernsthafte Selbstverteidigungsfähigkeit. Ohne diesen realitätsnahen Ansatz besteht die Gefahr, sich in falscher Sicherheit zu wiegen.
Im sportlich geprägten Wettkampf-Karate spielt die Schlagwirkung keine Rolle. Entscheidend ist hier das präzise und kontrollierte Treffen, um innerhalb des Regelwerks Punkte zu erzielen. Techniken mit vollem Krafteinsatz, wie sie im traditionellen Training angestrebt werden, führen im Wettkampf zu Verwarnungen oder Disqualifikation.
Da Wettkampf-Sportkarate auf kontrollierte Techniken und regelkonformes Punktesammeln ausgelegt ist, bereitet es nicht auf die Anforderungen einer realistischen Selbstverteidigung vor. Aspekte wie volle Schlagwirkung, Durchsetzungsfähigkeit und richtiges Verhalten in Notsituationen werden ausgeklammert.
Aus diesen Gründen ist Wettkampf-Karate und insbesondere WKF-Sportkarate NICHT für die praktische Selbstverteidigung und NICHT für MMA geeignet. Es gibt keine WKF-Karate-Weltmeister oder Olympiamedaillisten, die im MMA der UFC Karriere gemacht haben – im Gegensatz zu Karatekas aus traditionellen Karate-Stilrichtungen wie bsp. Shotokan, Kyokushinkai oder Goju-Ryu.
Diese unterschiedlichen Zielsetzungen führen zwangsläufig zu verschiedenen Trainingsschwerpunkten: Während das Wettkampf-Karate auf sportliche Leistung mit Gewinnen ausgerichtet ist, fokussiert das traditionelle Karate auf Effektivität und Durchsetzungsfähigkeit in realen Selbstverteidigungs-Situationen.
In der Kampfsportschule Aarau trainieren wir Traditionelles Karate als realistische Selbstverteidigung, Martial Art und für Fitness und nicht als Wettkampf.

Karate-Instruktor Roman Biehler der Kampfsportschule Aarau. Er verfügt auch über jahrelange Erfahrungen als Instruktor für Thaiboxen und Selbstverteidigiung.
Wenn es um die Effektivität von Karate geht, lohnt sich ein Blick in die Welt des MMA: Der brasilianische Ausnahmeathlet Lyoto Machida hat eindrucksvoll gezeigt, wie wirkungsvoll Karate auf höchstem Niveau sein kann. Als ehemaliger UFC-Champion zählt er zu den bekanntesten Kämpfern, die ihre Basis im traditionellen Karate haben.
Sein technisches Fundament stammt aus dem Shotokan-Karate. Geprägt wurde er maßgeblich von seinem Vater Yoshizo Machida, einem japanischen Karate-Meister und Präsidenten der JKA Brazil Association, der in Brasilien hohes Ansehen geniesst.
Machida selbst betont immer wieder den Unterschied zwischen sportlich ausgerichtetem Karate und der traditionellen Kampfkunst:
„I did Shotokan. It is not the sport Shotokan. We do Martial Art Shotokan.“
Vgl. Bericht „Karate funktioniert im MMA„

„Karate ist definitiv eine Kampfkunst. Jede Kampfkunst ohne entsprechende Schulung des Geistes verwandelt sich in bestialisches Verhalten.“ Shoshin Nagamine
Gichin Funakoshi (1868 – 1957) ist Begründer des Shotokan Karate, des weltweit am meisten verbreiteten Karatestils, der auch an der Kampfsportschule Aarau unterrichtet wird. Er schrieb hierzu:
- „Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.“
- „Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.“
- Das höchste Ziel im Karate ist nicht der Sieg oder die Niederlage, sondern die Vervollkommnung des menschlichen Charakters.“
Aus diesem Grund vermitteln unsere Karate-Instruktoren nicht nur die Technik, sondern schulen und fördern ebenso den geistigen Bereich. Wir unterrichten Traditionelles Karate als effektive Selbstverteidigung und Martial Art, Stilrichtung Shotokan (weltweit am meisten verbreite Karate-Stilrichtung) nach JKA (Japan Karate Association, weltweit grösste Karate-Stilorganisation) .
„An einer Seele, die völlig frei ist von Gedanken und Erregungen, findet der Tiger keinen Punkt, wo er seine Krallen wetzen kann.“ Miyomoto Musashi


Der wahre Sieg ist der Sieg über sich selbst. Denn die wahren Feinde sind im Inneren.
Unser Karate-Unterricht besteht aus den Grundbestandteilen:
- Kihon (Grundschule)
- Kumite (Kampfübungen)
- Kata
- Selbstverteidigung
- Effektivitäts-Training
Kata ist die überlieferte Form eines stilisierten Kampfablaufs gegen mehrere imaginäre Angreifer. Sie dient nicht nur der technischen Schulung, sondern fördert auch die innere Haltung. Durch das bewusste Ausführen der Bewegungen werden Atmung, Ruhe, Gelassenheit, Entschlossenheit, Sicherheit und Rhythmus entwickelt. Kata verbindet äussere Präzision mit innerer Klarheit.
In unserem Karate-Unterricht werden körperliche und mentale Fähigkeiten gleichermaßen trainiert. Dazu gehören Körperbeherrschung, Muskelkraft, Beweglichkeit, Reaktionsfähigkeit und eine aufrechte, stabile Haltung ebenso wie Konzentration, Selbstkontrolle, bewusste Atmung und Momente der Entspannung und Meditation. Auf diese Weise entsteht ein ganzheitliches Training, das sowohl die Selbstverteidigungsfähigkeit als auch die persönliche Entwicklung stärkt.


Schweizer Illustrierte macht Interview mit Michael Waldmeier, Leiter Karate und Kobudo und Co-Leiter Kinder-Karate der Kampfsportschule Aarau: „Was Eltern über Kinder-Kampfsport wissen müssen“ Vgl. Vorteile von Selbstverteidigung für Kinder auf Basis von Karate
Artikel Schweizer Illustrierte


So hart geht es im Karate in der Kampfsportschule Aarau nicht zur Sache! Im trad. Karate-Training müssen die Schläge und Tritte vor dem Körper des Trainingspartner kontrolliert gestoppt werden. Auf Bauchhöhe ist begrenzter Kontakt erlaubt.
Weitere Infos zum Karate- und Kobudo Angebot der Kampfsportschule Aarau
Karate an der Kampfsportschule Aarau
Kinder-Karate (6-12 Jahre) an der Kampfsportschule Aarau
Bonsai-Karate (4-5 Jahre) an der Kampfsportschule Aarau
Kobudo an der Kampfsportschule Aarau
Mehr über unsere Angebot und Philosophie findest Du im „Whitepaper zu Karate & Kampfsport in Aarau (pdf)“


